(sorry, I felt like writing this in German, check by another time or meanwhile enjoy the pictures, I might do some translation if I find time)

Nachdem ich mir tagelang überlegt habe, ob ich dieses Land lieben oder hassen soll, präsentiert sich Armenien auf den letzten Kilometern nochmal von seiner Schokoladenseite. Und ich muss mir eingestehen: Warum sollte ich dieses Land hassen? Es hat mir nichts getan, im Gegenteil. Ich ging nur von meiner Stimmung aus. Runtergezogen von Lebensmittelvergiftung, nasskaltem Wetter und der aus dieser Interaktion hervorgerufenen Erkältung war ich sauer, kraftlos, müde und arrogant geworden. Dabei habe ich mich vielleicht nicht so auf die Leute eingelassen wie sonst. Vielleicht gibt es hier auch mehr Leute als bisher die die Mundwinkel und Zähne nicht auseinander bekommen wenn man sie grüßt oder anspricht, doch gibt es auch derer, die einen heftig und lachend zu sich heranwinken, herzerwärmend viele. Armenien, es tut mir leid, ich habe dir Unrecht getan.
Vor ein paar Kilometern bin ich an einem Haus vorbei gefahren und zum Essen eingeladen worden, das gerade fertig war. Der Opa fand das VW-Emblem, das ich in Georgien am Straßenrand fand und meinem Fahrrad verpasste um ihm als Auto getarnt mehr Respekt zu verschaffen, so toll, dass ich es ihm schenkte. Er hat sich gefreut wie ein Schneekönig, mich abgeknutscht und mir einen Rubel aus Sowjetzeiten mit Lenin drauf dafür gegeben. Eine Stunde später baute ich mitten in der Stadt Meghri auf dem Sportplatz mein Zelt auf (nach der Regel "zelte so dass dich entweder niemand sieht, oder alle" sehen mich heute alle!), umringt von einem uralten Mann und 5 Jugendlichen, die total begeistert waren, mit dem Zelt halfen, und mir mit einer Engelsgeduld klar gemacht haben, dass sie mir morgen früh etwas zu essen bringen und mir das Kloster zeigen werden. Wo in Europa ist so etwas möglich?
Aber der Reihe nach:


In der Hitze nach Yerevan

So einige Male habe ich mir gedacht: "Alter ist das heiß hier!" als ich von Tbilisi aufgebrochen bin, mitten durch die Pampa, weil die Hauptstraße einfach nur ätzend ist. Später in Yerevan traf ich 3 Reiseradler aus dem Oberallgäu, die in die Gegenrichtung unterwegs sind, also "heimradeln" (facebook.com/heimradeln), und die erzählten mir dann von der zu erwartenden Hitze in Iran und Turkmenistan, wo das mal noch locker 15 Grad mehr sind. Wie soll ich denn das nur durchstehen? Bei 50 Grad im Schatten, aber in welchem Schatten? Egal - nicht dran denken - noch bin ich ja in Georgien: Meine Piste von Tbilisi durch die Distelfelder wurde immer schmaler, irgendwann fuhr ich nur noch wahllos durch die kurzgefressenen Weiden, grob nach Himmelsrichtung, das ging ganz gut, und irgendwo bei Marneuli kam dann auch wieder eine Straße.

Meine letzte Nacht in Georgien zeltete ich auf einer Weide, wo ich die vielen Früchte aß, die mir nette Jungs auf der Straße schenkten. Unter anderem war da eine längliche Gelbe, sie nannten sie "Granat", und war mit flachen Samen gefüllt, von denen man den süßen roten Schleim lutscht und dann ausspuckt. Ich musste mir das vormachen lassen, denn sonst hätte ich auch die gelbe Frucht und die Samen gekaut, die aber nicht so schmackhaft sind. Am nächsten Morgen ging es über den Grenzfluss Debed nach Armenien. Ein neues Land, ein neues Prickeln. Viele neue Eindrücke. Auf einmal ist alles viel ärmer, die Häuser sind komplett runtergekommen, und es ging nur noch bergauf, durch den Debed Canyon, wo ich eine Nacht in Ermangelung an anderen Plätzen zwischen Straße und Bahngleis mein Zelt aufschlug. Es kam jemand vorbei und schenkte mir eine Handvoll Kornelkirschen. Am nächsten Morgen schaffte ich es früh aufzustehen um möglichst im Kühlen weiter bergauf nach Varnadzor zu kommen. Die Hitze kam schneller, aber zum Glück hat es überall an der Straße frisches kaltes Quellwasser, wo ich mein Hemd jeweils in Wasser tränkte und den Kopf abkühlen konnte. Über gutes, kostenloses Trinkwasser muss man sich in den Bergen zum Glück keine Sorgen machen. Auch das wird sich ab dem Iran vermutlich ändern. Im Schritttempo ging es den ganzen Tag weiter bis auf den 2000 m hohen Pambak-Pass. Aber erstaunlicherweise ging es auf der anderen Seite nicht bergab, sondern auf einem wunderbaren Hochplateau 20 km um den heiligen Aragats herum. Eine unendliche Weite tat sich auf, und die Dörfer sind komplett aus rotem Porphyr gebaut. Das sieht sehr schön aus, und zelten kann man hier auf Quadratkilometern ohne einer Menschenseele zu begegnen. Der Wahnsinn. Von dort waren es noch 60 km bis Yerevan, und die ging es in einem perfekten Gefälle bergab. Entgegen der Anweisung auf dem Straßenschild habe ich also einen großen Gang eingelegt und cruiste locker mit 30 km/h dahin.


Yerevan

In Yerevan war dannn auf einmal alles ganz anders. Eine sehr schicke Stadt, große Steingebäude, viele aus Porphyr (Yerevan hat dadurch den Beinamen "Pink City"), breite Boulevards, von jedem tolle Sichtachsen auf irgendein Monument, die Mutter Armeniens, das Opernhaus, den Fernsehturm. Ganz in russischem Stil. Also irgendwie ganz anders als Tbilisi, wo sich enge kurvige Straßen in der Altstadt um kleine Holzhäuser winden. Geht man ein bisschen aus dem Zentrum, über den perfekt kreisrunden Ringboulevard, findet man die Plattenbauten, die auch teilweise mit den schönen Porphyrplatten verkleidet sind. Aber mit dieser Stadt bin ich nicht warm geworden. Ich hab mich ständig verlaufen, die Boulevards sind alle riesig und sehen gleich aus, und laufen nicht parrallel oder orthogonal, sondern kreuzen sich in unmöglichen Winkeln. oder sind sogar gebogen! Ich bin viele Extrameter gelaufen. Und in dieser Stadt findet man wirklich gar nichts! Während man im Rest Armeniens an wirklich jeder Straßenecke Wassermelonen kaufen kann, musste ich hier fast eine Stunde herumirren. Ich fand dann zwei Kilometer vom Hostel entfernt eine Straße mit 20 Obstläden. Ein Bücherladen? Gestern bin ich noch an 20 vorbeigekommen, irgendwo im Süden der Stadt, aber ich wohne im Norden. Wo ist der Sinn? Eine Landkarte von Armenien? Nee, haben wir nicht. Das einzige was in Hülle und Fülle vorhanden ist sind Banken.
Ich habe mir das Manuskriptenmuseum angesehen, eine Sammlung von uralten Büchern, hauptsächlich Biblen und Evangelien aus alten armenischen Klöstern, aber auch einige wenige andere Bücher, und einige Belege aus der Ottoman Herrschaft über die Verteilung des Besitzes vertriebener, deportierter und getöteter Armenier von vor 100 Jahren. Ja, der Frust darüber sitzt tief in der Öffentlichkeit, habe ich den Eindruck. Gerade jetzt zum 100. Jahrestages des Genozids sind überall in der Stadt Plakate und Banner zu finden, neben einigen ständigen Austellungen und Museen, wie auf dem Berg mit dem Völkermord-Mahnmal, wo ein recht neues Museum über die Zeit im Ottoman-Reich und den Völkermord informiert. Sehr sehenswert - trotzdem habe ich das Gefühl dass die Opferrolle  etwas ausgekostet wird und das Museum ist natürlich subjektiv.
Auf dem Rückweg vom Museumsberg traf ich einen Ami und einen Spanier in meinem Alter. Am Abend waren wir dann noch in einer Disco, das erste Mal auf meiner Reise, das muss ich jetzt noch mitnehmen, dachte ich. Denn bis Bishkek wird das wahrscheinlich auch das letzte mal gewesen sein, so mit tanzen und trinken und so.  Naja, irgendwie habe ich das Gefühl dass ich langsam aus dem Alter raus bin, da drin habe ich mich auf jeden Fall nicht so super wohl gefühlt und musste mich erstmal ordentlich warm trinken. Zum Glück war der Spanier sehr spendabel.
Meinen letzten Abend in Yerevan verbrachte ich im Hostel. Victoire checkte auch dort ein (sie habe ich in Trabzon vor dem Iran-Konsulat kennengelernt), und sie hat mir die übelsten Geschichten erzählt von Armenischen Hirten, die mitten im Nirgendwo (sie wanderte über die Berge nach Yerevan) auftauchten und sie zum Teil zwei Stunden in ihrem Zelt! belästigten und zum Sex überreden wollten. Im Hostel waren auch zwei Iraner, und wir redeten die ganze Nacht über alles mögliche, und ich hatte danach wieder einen Grund mehr mich auf den Iran zu freuen.



Durch Höhen und Tiefen, in jeder Hinsicht

 
Von Yerevan führt eine gerade flache Straße nach Süden bis an die Grenze von Azerbaichan, von wo aus man nach Osten in die Berge abbiegt. Bis dahin ist die Straße gesäumt von Obstständen, und viele Verkäufer verbringen die Nacht bei ihrem Obst in einem Art Bauwagen oder unter freiem Himmel. Ein Stand war leer, nur ein paar Äpfel zeugten noch von seiner Identität. Und der "Obstnachbar" sagte, ich könnte dort schlafen - bewacht vom erhabenen Ararat, der sich aus der Ebene von Yerevan mit mehr als 4000 hm erhebt.

 

Nach dem Frühstück dauerte es nicht lange, bis zwei Männer hinter einem Haufen von Wassermelonen hervorriefen. Auf ihrem Feldbett saß schon ein Koreaner, den sie ebenfalls von der Straße abfingen, und mümmelte Wassermelone. Kurze Zeit später kam noch ein Chinese vorbei. Ein internationaler Reiseradlertreff, dieser Melonenhaufen. Mit dem Chinesen radelte ich dann weiter bis nach Yeghegnadzor - er ist auch auf dem Weg in den Iran. Auf dem Weg nach oben mussten wir noch jeweils eine Wassermelone eines anderen Obstverkäufers einstecken. Wir versuchten ihn noch auf insgesamt eine herunterzuhandeln. Aber nein, er ging extra noch aufs Feld, um frische Wassermelonen zu ernten. Für jeden eine. Darauf bestand er. Das Problem war also nicht nur, sie den Pass hoch zu schleppen. Das Gewicht wollten wir auch wieder loswerden. Und so aßen wir und aßen wir. Und mir war schon etwas flau im Magen als ich beschloss, da muss doch noch was richtiges drauf - und so aßen wir noch einen Wrap eines Straßenverkaufs. Mir war gar nicht gut und ich ruhte mich lange aus, aber irgendwie wollte ich auf jeden FAll noch aus dem Ort raus bevor es dunkel wurde, und auch weil ich nicht ewig auf mich warten lassen wollte fuhren wir letztenendes doch weiter - und 100 m später landete mein ganzer Mageninhalt auf der Straße. Ich gönnte mir daraufhin eine kleine Taxifahrt von 70 km bis nach Sissian, für ca. 6 €, und ich habe immer noch das Gefühl zuviel bezahlt zu haben. Der arme Chinese - erst wartet er ewig auf mich und dann lass ich ihn stehn und nehme das Taxi - aber er wollte nicht mitfahren.
Bei Sissian steht das Zoratskar, das Stonehenge Armeniens- es ist sogar noch etwas älter und das wollte ich mir natürlich ansehen. An der Abzweigung der Nebenstraße die dorthin führt ließ ich mich absetzen. Es regnete und es war kalt und dunkel. Mein Magen war leer und wollte auch nicht gefüllt werden. An einem Bistro an der Strasse fragte ich ob ich übernachten kann. Sie wiesen mir grossmütig einen Platz neben dem Haus zu. Unter einem Tresen im Dreck direkt an der Straße, wo die ganze Nacht die iranischen Tanklaster vorbeibrettern. Besser als das Zelt noch aufzubauen, dachte ich mir und gab mich zufrieden. Ich baute eine kleine Höhle aus Fahrradtasche und Zeltplane, wie wir es als Kinder mit Decken unter dem Esstisch immer gemacht haben, und kroch in meinen Schlafsack. Von Bauchschmerzen, Lärm und Übelkeit geplagt fand ich wenig Schlaf und konnte mich am nächsten Morgen nicht aus dem Schlafsack in die nasskalte Welt da draußen quälen. Um 11 war dann aber wohl Checkout time - ich wurde gebeten zu verschwinden. Ich erklärte meine Not ohne Erfolg, und fühlte mich daraufhin wie ein Penner, ganz tief unten. Frierend, krank, ungewollt. Die Nebenstraße zum Zoratskar war eine Schlammpiste die nach 300 m die Reifen so zustollte dass sie blockierten. Ich ließ das Rad stehen und ging den Rest zu Fuß. Feste Nahrung hatte ich immer noch nicht zu mir genommen, und die Nacht bei 5 Grad auf 2000m Höhe hat mich noch vollkommen ausgezehrt. Aber ich wollte weiter. Und so fuhr ich durch den Nebel weiter nach oben. Da endlich - der Pass, und kurz darauf eine Tankstelle mit einem kleinen Bistro. Mir gings wieder etwas besser, aber schwach war ich immer noch und gefroren habe ich auch. Als ich die warme Stube betrat, lud mich ein netter Herr zum Kaffee ein und kaufte mir eine Tafel Schokolade und Salzstangen. Er steckte mir dann noch das Rückgeld in die Tasche. Bin ich also doch wirklich schon zum Penner geworden? Sehe ich so runtergekommen aus? Ich nahm die Abzweigung zum Kloster Tatev - die nächste Sehenswürdigkeit auf meiner Liste. In Halidzor zeltete ich nach heute nur 35 km wieder einmal auf einer Weide. Die ganze Gegend hier ist dermassen überweidet dass zum Teil kein einziger Grashalm mehr steht. Dafür muss man suchen ob sich irgendwo noch 3 qm ohne Scheiße für das Zelt befinden. Trockene Scheiße kann man normalerweise mit dem Fuß wegkicken - wenn es aber 2 Tage regnet, durchmischt sich eh alles zu einem Matsch und man wählt ob man lieber in Kuh- oder Schafscheiße schläft.
Von Halidzor aus gibt es zwei Möglichkeiten zum Kloster zu gelangen: Man nimmt entweder die 5,6 km lange Seilbahn, oder man fährt 600 hm bergab und auf der anderen Seite der Schlucht wieder hoch. Weil mit Fahrrad der doppelte Preis fällig geworden wäre, ich nur am Abend hätte befördert weren können, und weil ich das beides nicht einsah, nahm ich von Möglichkeit 2 Gebrauch. Ja, mir ging es schon wieder besser, das Essen blieb drin, und auf halbem Weg nach oben lud mich eine nette Familie zu ihrem Kofferraumpicknick ein. Es ist schon seltsam - auf der einen Seite hat Armenien diese unglaublich netten Leute, und auf der anderen Seite so viele Menschen die man nach dem Weg fragt, oder in einem Laden nach einem Produkt, und man wird mit einem langsamen Kopfschütteln und einem finsteren Blick eingeeist. Fremdenscheu und Gastfreundschaft sind hier ganz eng beisammen. Wobei schönerweise die Menschen, die winken und lachen in der Überzahl sind. Ganz grosse Klasse sind dabei die Kinder, sie rennen neben und hinter einem her und rufen: "Hello, what's your name?" und "How are you?", zwei Phrasen, die alle können, deren Bedeutung aber oft unbekannt ist, wie sich schnell herausstellt wenn man sie beantwortet und erwidert. Englisch kann außerhalb von Yerevan kaum einer, da muss man schon Glück haben. Aber oft ist es mit Sprachbarriere umso witziger. Ich bin mittlerweile Pantomimenweltmeiser. Manche können auch ein paar Brocken Deutsch. Hitler kaputt! hörte ich schon ein paar mal, als klar war, woher ich komme.

Von Tatev führt die Nebenstrecke über einen weiteren 2200 m hohen Pass und einsame Dörfer nach Kapan, wo sie wieder auf die Hauptstrecke Iran-Yerevan trifft. Bis dahin begegnen einem nicht viele Autos. In den Dörfern bekam ich jeweils ein paar frisch gepflückte Äpfel geschenkt, aber nicht ohne Hoffnung und die Bitte dass ich doch ein Mädel aus dem Dorf heirate und mit nach Deutschland nehme. Hier, die ist gut! Man will raus hier. Und wenn man sich die Dörfer so ansieht versteht man auch warum. Die einzige Einkommensquelle scheint die Rinder- und Schafzucht zu sein. Wenn aber jeder mehr Schafe hält als die Weiden erlauben, geht das schnell nach hinten los.  Die Tragik der Allmende.

Von Kapan muss man nochmal 40 km bergauf fahren. Von 800 auf 2500 m, der letzte Anstieg vor dem Iran. Nun sind es noch 15 km bis zur Grenze. Ich freue mich nun schon so lange darauf, und habe doch so Bammel wie vor keinem anderen Land bisher. Wie wird es werden? Wie komme ich zurecht? Wird alles funktionieren? Bekomme ich in Teheran die weiteren Visa die ich unbedingt brauche um nach Kirgistan zu kommen? Ich bin sehr gespannt.

"It is hell! How do you cope with the traffic and all the exhaust gases?" a motorcyclist from Bulgaria asked me when we met in Tbilisi yesterday. He was going on the highway route way from Batumi to Tbilisi, the "easy" way, and I was glad that I chose the "difficult" way across the lower Caucasus. No traffic, no exhaust gases. Instead I had to cope with bad gravel pists, sheep, cows, and the choice between one million places for my tent... Let's have a look on it in detail:

In the lower Caucasus of Georgia

I started late in Batumi, around 5 pm last on Tuesday. My liver was still occupied by the Vodka and the temperature was still in their mid-thirties. I was heading for the Goderzhi pass, 2250 m, following the Adzarisckali river. After 25 km I decided to buy some food for dinner and breakfast in a small village, sort of the last opportunity before night falls. My usual biking diet: Tomatoes, green peppers, pasta, cheese, bread and porridge. I put my helmet somewhere but not on my head and realized it only 10 km further upstream, when I heard a car approaching from behind. It was the eco-police with a huge pick-up car. They stopped next to me, handed me over my helmet they found somewhere (but not on my head), asked me where I was going to go and then offered to give me a lift. It was too tempting to deny it, facing heat, hangover and a long climb. Plus it was super easy to load the bike on the car. After they bought me mineral water and ice cream on a gas station (I declined heavily, but I had no chance. "Take this", they only said), they dropped me 30 km and 500 m of altitude further, on a crossroad 7 km before Khulo. It was getting dark, and steep, and I realized I won't make it to Khulo today. The only flat spot I found for my tent was at a construction site for a water power plant, where the workers had a little "garden" with grass, a fountain and a cozy hut with a table. A perfect spot for spending the night. I asked with my hands if I can sleep there, and they immediately agreed. Where ever you meet people, the first question is always the same, and I don't need to know a single word of any language to give the right answer: "Germania", I said. The oldest worker proudly showed me his tatoo, an olympic torch with the letters "DDR " beneath it. After all, the place was not that perfect since they started to use jackhammers to break some rocks, the hole night, maybe 50 m away.
Despite of the disturbance I started early . Around noon I would be in higher altitude to avoid the worst heat. But I encountered georgian obstactles: After only 2 km the pavement changed into a bad gravel pist, and maybe 15 km later I encountered two men selling honey next to the street. They didn't let me pass until we drank 3 glasses of Vodka. Even hiding the glass in my pocket didn't help. When I escaped 20 minutes later, going in curves that haven't been part of the road, I knew I had to take a nap under a tree as soon as I would be out of sight. Fortunately, I was not far from the top and I knew that once I reached it in the afternoon, it would be just a downhill ride to the Zarzma monastery in the next valley. I reached Zarzma at sunset, my tires finally touched asphalt again, and it was for the first time I have seen these typical armenian-orthodox icons with Mary and Jesus in a kind of armour. Finding a place to sleep was not hard. Along the river there are beautiful meadow banks to camp, unfortunately the water was quite ähm, eutrophic. The same river was beautifully clear before the last village, maybe 10 km upstream... I didn't want to bath in there so I went back to the last spring to fill some water bottles to have a shower.

The next day, I wanted to visit the Vardzia monastery, an ancient city originally built underground within the steep rock of a canyon of the river Kura. So I followed this river upstream for the whole day. When I arrived at Vardzia in the evening I was unmotivated to climb up all these stairs. Instead, I felt like resting and having a beer and maybe a swim in the river. Some tents were already at the river bank and when I went there I found a company of 6 very nice Russians that invited me to beer and dinner. They cooked buckwheat, a traditional russian dish, perfectly suited to refill cyclists muscle depots. Sometimes, I wonder if I am extraordinarily lucky and the things that I wish just occur to me, or if there is some statistical mean of good and bad luck and I just see the good luck. Whatever it is, I think I have an incredible amount of luck. We had a very nice evening with campfire and watching shooting stars, with even some political discussion and flute and ukulele music. They even had an appointment with the guards to visit the monastery in the morning before it opens the gates at 10, so we could see the caves without masses of tourists.

 

The pleateaus between Akhalkalaki and Tbilisi


The next two days I spend with cycling in the dry and hot climate, along the Paravani river to Akhalkalaki and then further on a beautiful plateau to Poka on the Paravani lake, where I saw a sign to a monastery with a "nunnery cheese shop", in the middle of f****** nowhere! Interesting enough and since I was really hungry and craving for cheese, I went into the monastery and bought some special cheese from a nun. It surely must have been special, since I paid as much as I usally do for two days of food. Then I visited the church, which was decorated with tons of gold. It now occured to me: This monastery turns cheese into gold, like Cheesus did turn water into wine. Shortly after, I overcame the Tukmatash pass followed by a nice downhill ride to Tsalka lake. I spend a night away from any village on a plateau of roughly 1700 m  altitude, where I had a great view on the stars again. The next afternoon, I reached Tbilisi.

 

Tbilisi


Tbilisi has a lot of run down art nuveau buildings, next to even older buildings with wooden balconies. It is a shame that the nice work just falls apart, but on the same time this is exactly what makes it particularly charming. And then there is some shiny modern architecture like the pedestrian "peace bridge" and the parliament.

The people's faces show the same kind of contrast. Lots of old men sitting in front of houses, but then there is the young folk partying in the clubs around the Meydan Square.

When I was walking around in Tbilisi, it was Laundry day.

I went to a tiny bike shop on the edge of the town, the only one I could find. The bearing in the front hub seems to be a bit loose and I am afraid that it might get worse and break in the most uncomfortable moment, i.e. in the middle of the Turkmenistan desert on the last day of the visa. When I entered the shop with my dirty, heavy steel bike, the 3 guys in the shop went quite and just stared at me. I think they never saw someone actually USING a bike. I felt like in a cheesy Yakuza movie and the next thing I expected was one of them  dropping a big wrench with a reverberant pling pling noise, but the situation was funny enough. When examining the hub they  just said "big problem" but couldn't help me. So, I will continue cycling, hoping for the best. There is nothing I can really do, anyway.


Iran visa hazzle

"Come back tomorrow morning, 9 o'clock", the strange secretary in the Iranian embassy told me when I showed up on wednesday afternoon to collect my visa, as she told me. No further comment. After a sleepless night in the bus back from Cappadokia that was not exactly what I wanted to hear. So I went back to my CS host in Macka, had another dinner with his mother and another chat with his friends and another night in a comfy bed. The next morning, we had a huge goodbye breakfast and I left to Trabzon, for the fourth and fingers crossed final time. When I arrived at the embassy, two french girls were hanging around in front of the gate and got some turkish lessons by the policeman in charge of security. Then I went in, the strange secretary first asked me to sit down, then realised that I applied for the visa already last week, then asked me to wait and after one our she asked me to leave. "Come back afternoon, 4 o'clock". "Is there a problem?" I wanted to know. "No problem, no! Visa get only afternoon". Alright, I went back to the policemen's hut, had a little chat and then went for lunch with the french fellow sufferers. When we went back at the embassy at 4, we were told to come back at half past 4, and when we went there at half past 4, we were asked to come back in 5 minutes. It was very strange, but this way me made friends with the police man in his little hut in front of the gate. I think, despite sitting in there all day, he has a very interesting job. Everyday he meets a lot of travellers, and experiences their hope, joy and desperation.

 

Being invited by tourists

We finally got the visa and went to the seaside to celebrate it with a beer. It happened that one Saudi Tourist family invited us to join their picknick. Two brothers were preparing the food and showed us their 15 l pressure cooking pot and the 10kg bag of Indian rice they brought on the plane. One of them told me that this is a special rice and you don't get something like this in turkey. It was from the year 2013, supposed to be a very good vintage. It occured to me that for Arabs, rice is their wine. After a while, the women and daughters came back from shopping and the father introduced us to 5 pairs of eyes, hidden in black curtain. They all looked alike to me and until the end I didn't figure out who was who. The women and children were very interested in the ukulele, tried to play it but had no idea how a musical instrument works whatsoever. It was so sad to realize that back in Saudi Arabia, they live a life without music, dancing, and a lot of other joys that are just natural for us. Turkey is a little bit better, but still I had the impression that there is not a lot of culture going on. I haven't seen a single poster for a concert, didn't find any museum except for the Atatürk museum, there is no street art, no exhibitions, nothing. Even the architecture is boring like hell. Plain cheap housing blocks, often unfinished and without plastering.

Welcome to Georgia

So it was quite a positive surprise when two days later, I crossed the border to Georgia and spend the night in Batumi. Certainly an average city in Western standards, but a completely different world compared to Turkey. I found nice little old wooden houses next to skyscrapers, graffiti, girls with short skirts, guys with tank tops, a sealine that is taken care of by gardeners and cafes with electronic music. There are pianos standing on public places that everyone can play, a nice project. In the evening there are free concerts. I wanted to stay only one night, but I didn't consider the Georgian culture good enough. It happened that in the courtyard of the hostel, I found myself with a bunch of people from different countries. Tthe old Georgian hostel owner (and toast master) told a lot of stories, we were exchanging experiences and explaining traditions of our countries, and for every story you have to drink a brimfull glass of vodka, no excuses. There is always an appropriate toast. A toast on travelling, a toast on all the people he didn't meet yet (I particularly liked that one), a toast on the women. When I woke up the next morning with a head that's full up like a landfill, at 11 o'clock, of course I didn't check out. The next evening, kind of the same story. It's a vicious circle. I'm in a trap. I am sitting in the courtyard again, with a hangover at 12, the thermometer shows 37°C, and I was offered the first beer. Can someone come and get me out of here, PLEASE??? I will never make it somewhere else.

 

 

Wow, I managed to apply for the Iran Visa. They told me to come back in 5 days. I decided to give my couchsurfer a break and caught the night bus to Cappadokia, some 700 km away. The sleepless night was worth it. What a fantastic place.